Schweizer Fleischeslust auf dem Höhepunkt – mehr Genuss oder eine Gefahr für die Gesundheit?

Autor: Datum: 18.Mai 2017

Schweizer Fleischeslust auf dem Höhepunkt – mehr Genuss oder eine Gefahr für die Gesundheit?

Besonders der Fleischkonsum ist laut der aktuellen Ernährungserhebung menuCH viel zu hoch:  Der durchschnittliche Schweizer isst pro Woche 780 Gramm Fleisch – Männer dabei fast doppelt so viel wie Frauen. Die Lust auf Fleisch ist gross und die Empfehlungen der Schweizer Gesellschaft für Ernährung werden dabei sogar ums 2-3-fache überstiegen.

 

Warum Fleisch nicht prinzipiell schlecht ist

Die Ernährungsstudie bestätigt, dass Fleisch für viele Menschen ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Ernährung ist. Auch auf unserem Precon Tellercheck, der Ihnen eine Idee gibt aus welchen Komponenten Ihre Mahlzeit in etwa aufgebaut sein sollte, liegt ein saftiges Stück Fleisch auf dem Teller.

Fleisch liefert ausserdem viele B-Vitamine und Eisen in einer Form, die unser Körper sehr gut verwerten kann. Wenn der nächste Restaurantbesuch ansteht, können Sie sich also guten Gewissens auch mal ein saftiges Stück Steak bestellen – und dabei Ihre kleinen fleischhungrigen Muskelzellen zufrieden stellen.

 

Warum uns zu viel Fleisch trotz allem nicht gut tut

Obwohl Fleisch eine Menge positive Eigenschaften hat, warnen Ärzte immer wieder vor einem übermässigen Verzehr. Einige Fleisch- und Wurstsorten enthalten neben ihren zahlreichen guten Inhaltsstoffen nämlich auch viel Fett. Prinzipiell ist das für uns kein Problem – Fett liefert reichlich Energie und ist in unserem Körper genauso wichtig wie andere Nährstoffe. Wir brauchen es zum Beispiel, um die gesunden fettlöslichen Vitamine aus unserer Nahrung aufnehmen zu können. Bei einem zu hohen Verzehr von fettreichen Fleisch- und Wurstwaren steigt jedoch auch die Gefahr, zu viel Fett und damit zu viele Kalorien zu sich zu nehmen. Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Folge davon sein. Rotes Fleisch hat ausserdem einen schlechteren Ruf als Geflügelfleisch – genau wie stark verarbeitete Wurstwaren soll es krebserregend sein.

Auch unsere Umwelt dankt uns für einen niedrigeren Fleischkonsum

Die paar Kühe schaden unserer Umwelt doch nicht? Von wegen! Nutztiere und die zusammenhängende Fleisch- und Wurstproduktion plus Transport verursachen aktuell etwa 18 % der Treibhausgase und tragen so zum Klimawandel bei. Ausserdem werden zur Produktion von einem Kilogramm Fleisch Unmengen an Wasser und Land gebraucht. Immerhin müssen die Kühe auch viel fressen, um überhaupt ihr Schlachtgewicht zu erreichen und Gewinn zu bringen. Bei einem stetig steigenden Fleischkonsum weltweit wird sich bald die Frage stellen, wie wir die immer grössere Nachfrage noch befriedigen können – und wer die Kosten dafür trägt.

Unser Tipp: Tun Sie Ihrer Gesundheit und der Umwelt einen Gefallen und ersetzen Sie hin und wieder das Fleisch auf ihrem Teller durch Milchprodukte, Eier oder pflanzliche Eiweissquellen wie Hülsenfrüchte, Nüsse oder Samen. Die Ernährungsstudie ergab auch, dass die Schweizer im Durchschnitt nur zwei der drei empfohlenen Milchprodukte pro Tag zu sich nehmen. Auch Nüsse sind hervorragende Eiweisslieferanten und werden in der Schweiz nur halb so viel gegessen wie empfohlen.

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